Jugendsünden auf der Haut? Tattooentfernung! - MOOCI

Tattooentfernung - Jetzt alle Informationen erfahren

Tätowierungen sind weltweit sehr beliebt. Doch wenn plötzlich das vorher geliebte Tattoo nicht mehr zur aktuellen Lebenssituation passt, kann bei Betroffenen der Gedanke entstehen, sich dieses entfernen zu lassen. Moderne Lasertechnologie bietet heutzutage die beste Möglichkeit Tätowierungen wieder loszuwerden. Was Du alles beachten solltest und welche Alternativen es zu einer Laserbehandlung gibt, erfährst Du in diesem Beitrag.

Dauer

Abhängig von der Tattoogröße

Ausfallzeit

Keine

Stationär

Nicht notwendig
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Was versteht man unter einem Tattoo?

Bei einem Tattoo handelt es sich um ein Motiv, das durch Einbringen von Farbpigmenten mittels einer Tätowiermaschine in die Dermis – die mittlere Hautschicht  – entsteht. Die Eindringtiefe beträgt etwa ein bis drei Millimeter. Der Körper kann die Farbpigmente aufgrund deren Größe nicht abbauen, jedoch durch sogenannte Makrophagen, körpereigenen Fresszellen des Immunsystems, verkapseln, wodurch das Tattoo dauerhaft in der Haut verbleibt.

 

Welche Gründe gibt es für eine Tattooentfernung?

Eine Tattooentfernung kann aus unterschiedlichen Gründen erfolgen. Zum einen können Betroffene unzufrieden mit ihrem Tattoo sein. Sei es, weil das Motiv nicht mehr gefällt, die Farbe verblasst ist oder es doch an der falschen Stelle gestochen wurde. Zum anderen verändern sich im Laufe des Lebens Einstellung und Persönlichkeit, sodass ein Tattoo im Allgemeinen von Betroffenen nicht mehr erwünscht ist. Mitunter ist eine Tattooentfernung auch empfehlenswert, wenn allergische Reaktionen bestehen, die teilweise auch erst Jahre nach dem Stechen auftreten können.
Des Weiteren sind Tattoos an sichtbaren Körperstellen wie dem Gesicht oder den Händen an einigen Arbeitsstellen nicht gern gesehen.

Wie alt muss das Tattoo sein, damit ich es entfernen lassen kann?

In jedem Fall solltest Du bis zu einer Entfernung des Tattoos ungefähr drei Monate warten, um Deiner Haut genügend Zeit für die Regeneration zu geben. Im Allgemeinen spielt das Alter der Tätowierung für eine erfolgreiche Entfernung keine Rolle. Erfahrungen zeigen jedoch, dass die Farbpigmente bei älteren Tätowierungen tiefer im Gewebe eingekapselt sind, wodurch gegebenenfalls mehr Behandlungen erforderlich sind als bei frischeren Tattoos.

Kann ich auch bunte Tattoos entfernen lassen?

Prinzipiell ist eine Entfernung aller Arten von Farben möglich. Jedoch spielt auch die chemische Zusammensetzung der Farben eine entscheidende Rolle. Insbesondere durch Zusatzstoffe verunreinigte Farben können zu Problemen führen. Allgemein gilt, dass sich die Farben Schwarz und Dunkelblau besser entfernen lassen als die Farben Gelb, Grün, Tiefrot und Lila.

 

Was passiert vor der Behandlung?

Vor der Behandlung findet ein Beratungsgespräch mit Deinem behandelnden Mediziner statt, in dem dieser Dich über Erfolgsaussichten und mögliche Risiken der Lasertherapie aufklärt.
Des Weiteren bekommst Du einen Behandlungsplan erstellt, der alle relevanten Informationen bezüglich Dauer und Kosten enthält.

Was muss ich vor einer Behandlung beachten?

Vor Beginn der Laserbehandlung solltest Du möglichst UV-Licht meiden, da auf sonnengebräunter Haut die Entfernung des Tattoos länger dauert und häufiger Nebenwirkungen entstehen. Mindestens eine Woche vorher solltest Du blutverdünnende Medikamente wie zum Beispiel Aspirin absetzen.

Welche Behandlungsmethoden gibt es und wie funktionieren diese?

Laserbehandlung
Die heute am meisten verwendete Methode zur Entfernung eines Tattoos ist die Lasertechnik. Zum Einsatz kommt dabei ein Laserstrahl, der die in der Dermis befindlichen Farbpartikel auf sehr hohe Temperaturen erhitzt, wodurch diese zerplatzen und das Lymphsystem sie abtransportieren kann. Die Ausscheidung erfolgt über Leber und Niere. Falls Du über ein Cover-Up – ein neues Motiv, tätowiert über das alte Motiv – nachdenkst, kann in Vorbereitung dessen auch eine Laserbehandlung, allerdings mit weniger Sitzungen als bei einer vollständigen Tattooentfernung, empfehlenswert sein, sodass die Farbe der alten Tätowierung weniger intensiv auf der Haut erscheint. Vorteile der Tattooentfernung mittels Laser bestehen darin, dass es sich hierbei um eine relativ schmerzarme und hautschonende Methode handelt, die in der Regel zu narbenfreien Ergebnissen führt. Allerdings reicht in der Regel eine Behandlung nicht aus, sondern es sind mehrere Sitzungen erforderlich.

 

Dermabrasion (Hautabschleifung)
Bei der Dermabrasion handelt es sich um eine mechanische Anwendung, bei der der Mediziner die oberen Hautschichten mithilfe eines Sandstrahlgeräts oder einer Fräse wegschleift beziehungsweise wegfräst. Zwar ist die Dermabrasion ein gründliches Verfahren, das in speziellen Situationen das erste Mittel der Wahl sein kann, jedoch besteht ein hohes Narbenrisiko.

Diathermie (Thermische Tattooentfernung mit Strom)
Die Diathermie bezeichnet ein Verfahren, bei der elektrischer Strom in die betroffene Hautschicht fließt und die dabei erzeugte Hitze die Farbpartikel verbrennt. Die Haut erneuert sich von innen neu, indem der Körper die Farbpartikel nach außen abstößt. Nachteile umfassen unter anderem eine Schädigung des umliegenden Gewebes, eine hohe Narbenbildung, Schmerzen bei der Wundheilung sowie einen langen Regenerationsprozess.

Exzision (Chirurgische Entfernung)
Bei kleineren Tattoos besteht die Möglichkeit, die Hautstelle mit der Tätowierung herauszuschneiden und die angrenzende Haut durch Dehnung zusammenzunähen. Jedoch ist eine Exzision nicht an jeder Körperstelle möglich. Die Methode kann unter örtlicher Betäubung erfolgen, unter Umständen kann eine Vollnarkose notwendig sein. Eine definitive Beseitigung des Tattoos und ein einmaliger Eingriff sind als Vorteile zu nennen. Von Nachteil ist hingegen eine Narbenbildung.

Waterjet-Cutting
Bei dieser Variante arbeiten Mediziner mit einem feinen Wasserstrahl. Unter Vollnarkose unterhöhlen Mediziner die tätowierte Haut, um anschließend die Farbpigmente wegzuspülen. Mithilfe des Waterjet-Cutting ist von einer Beseitigung aller Farbarten auszugehen. Ein weiterer Vorteil besteht hinsichtlich der Behandlung großflächiger Tätowierungen. Im Vergleich zur Exzision fällt die Narbenbildung etwas geringer aus.

 

Milchsäure
Unter die Haut gespritzte Milchsäure-Lösung soll den Körper dazu anregen, die Farbpartikel abzustoßen. Aufgrund zahlreicher Nebenwirkungen wie schwere Entzündungen, Hautwucherungen, Belastung der Schleimhäute und Narbenbildung solltest Du besser andere Behandlungsmethoden in Betracht ziehen.

Festhalten lässt sich, dass für eine Tattooentfernung zahlreiche Methoden zur Verfügung stehen, die jeweils verschiedene Vor- und Nachteile aufweisen. Aufgrund der im Vergleich zu anderen Verfahren geringeren Komplikationsrate und relativ einfachen Anwendung ist die Lasertherapie die heute am meisten verwendete Methode zur Tattooentfernung.

Was muss ich nach der Behandlung beachten?

Nach der Behandlung ist die Haut noch empfindlich, weshalb Du die entsprechende Körperpartie drei Tage lang nur sehr vorsichtig waschen solltest. Achte beim Abtrocknen darauf, die Stelle leicht abzutupfen, anstatt zu reiben. Benutzen darfst Du Feuchtigkeitscremes und auch Puder-Make-up. Bis zu drei Monate nach der Lasertherapie besteht eine erhöhte Empfindlichkeit Deiner Haut gegenüber Sonnenlicht, weshalb ein Schutz mittels Sonnenblocker, bevorzugt Lichtschutzfaktor 50, erforderlich ist.Während des Behandlungszeitraumes solltest Du Kraftsport, der die Muskulatur unter dem Tattoo beansprucht, meiden, da dadurch ein erhöhtes Risiko für Vernarbungen entsteht.
Sollten Krusten oder Blasen entstehen, darfst Du diese unter keinen Umständen abkratzen oder anderweitig selbst entfernen!

Wie viele Sitzungen braucht es, bis das Tattoo komplett verschwunden ist?

Wie viele Behandlungen für die vollständige Entfernung des Tattoos erforderlich sind, hängt vom individuellen Hauttyp sowie der Farbe, dessen eingebrachter Menge und der Größe der Tätowierung ab. Handelt es sich um eine oberflächlich gestochene Tätowierung, als Laientätowierung bezeichnet, sind meist drei bis sechs Sitzungen notwendig. Bei professionell gestochenen Tätowierungen steigt die Anzahl der Behandlungen auf sechs bis zwölf an. Zur vollständigen Regeneration der Haut sollte der Abstand zwischen den Sitzungen mindestens vier bis sechs Wochen betragen.

Ist die Entfernung eines Tattoos schmerzhaft?

Durch das Auftragen einer Betäubungscreme, die die Empfindung minimiert, ist diese meist lediglich mit einem unangenehmen Pieksen vergleichbar, die jedoch fallweise auch mit Schmerzen verbunden sein kann. Im Allgemeinen sind die Schmerzen bei der Laserbehandlung vergleichbar mit denen, die während der Entstehung der Tätowierung auftreten.

 

Welche Risiken und Komplikationen können auftreten?

Nach der Behandlung treten oftmals Hautrötungen und -schwellungen auf. Auch kann es zu einer Schorfbildung kommen. Nach kurzer Zeit verschwinden diese Beschwerden allerdings wieder. In seltenen Fällen kann es durch die zersprengten Farbpigmente zu allergischen Reaktionen kommen.

Können nach der Behandlung Pigmentflecken oder Narben auftreten?

Durch Verwendung hautschonender Lasergeräte sind eine Narben- und Pigmentfleckenbildung zwar selten, jedoch nicht grundsätzlich ausschließbar.

Kann ich die Stelle nach einer Tattooentfernung erneut tätowieren lassen?

Nach einer Tattooentfernung kannst Du Dich an derselben Stelle erneut tätowieren lassen.
Beachten solltest Du jedoch, dass Deine Haut durch feinste Vernarbungen, die teilweise bis in die Nervenenden reichen, auf den Schmerz empfindlicher reagiert als zuvor. Falls Du über ein neues Tattoo nachdenkst, solltest Du damit sechs bis acht Monate nach der Tattooentfernung per Laser warten, da der Körper die zersprengten Farbpigmente erst abbauen muss.

 

Was kostet die Entfernung und übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Da es sich bei einer Tattooentfernung um keine medizinisch notwendige Behandlung handelt, übernehmen die Krankenkassen in der Regel nicht die anfallenden Kosten. Wie viel die Entfernung letztendlich kostet, kommt nicht nur darauf an, wie groß das Tattoo ist, sondern auch auf die Art, wie beispielsweise die Farbe. Je nachdem brauchst Du auch mehr der eben weniger Sitzungen. Enthalten ist zudem nicht nur das Arbeitsentgelt Deines Dermatologen, sondern es werden ebenfalls die Kosten für die Geräte abgedeckt, welche zum Einsatz kommen. Bei einem Gespräch mit einem Arzt kannst Du mehr darüber erfahren, mit wie viel Du rechnen musst.
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Alle wichtigen Informationen zusammengefasst

  • Bei einem Tattoo handelt es sich um ein Motiv, das durch Einbringen von Farbpigmenten in die mittlere Hautschicht entsteht.
  • Für eine Tattooentfernung stehen unter anderem folgenden Methoden zur Verfügung:
    Laserbehandlung, Dermabrasion, Diathermie, Exzision, Waterjet-Cutting und Milchsäure. Die Entfernung mittels Laser ist die heute am häufigsten verwendete Methode
  • Dein Tattoo sollte etwa drei Monate alt sein, damit Du es entfernen lassen kannst
  • Für die Entfernung einer Laientätowierung mittels Laser sind meist drei bis sechs, bei professionell gestochenen Tätowierungen sechs bis zwölf Sitzungen notwendig
  • Nach der Laserbehandlung treten häufig Rötungen, Schwellungen und eine Schorfbildung der Haut auf. In der Regel kannst Du mit einem narbenfreien Ergebnis rechnen
  • Nach einer Tattooentfernung besteht die Möglichkeit, sich an derselben Stelle erneut tätowieren zu lassen
  • Die Krankenkassen übernehmen in der Regel nicht die anfallenden Kosten
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Quellen

Universitätsklinikum Freiburg

Bonczkowitz, M.: Entfernung von Tätowierungen und Pigmentierungen mit dem Picosekunden-Tattoo-Laser. In: Kardroff, B. (Hrsg.): Selbstzahlerleistungen in der Dermatologie und ästhetischen Medizin. Springer Verlag. Berlin/ Heidelberg. 2015. S. 243-251

Wenzel SM: Current concepts in laser tattoo removal. Skin Therapy Lett, 2010 Mar; 15(3): 3-5

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