Bereite der Nagelbettentzündung endlich ein Ende! - MOOCI

Nagelbettentzündung - Jetzt alle Informationen erfahren

Die Nagelbettentzündung ist eine der häufigsten Erkrankungen der Finger- und Zehennägel. 
Etwa jede dritte Infektion an der Hand ist eine Nagelbettentzündung! Wenn zeitnah eine Therapie erfolgt, heilt die Nagelbettentzündung in der Regel ohne Komplikationen ab. Unbehandelt kann sie jedoch mit zahlreichen Risiken verbunden sein. Welche das sind und wie geeignete Behandlungen aussehen können, bekommst Du im folgenden Beitrag zu lesen.

Dauer

Einige Tage bis mehrere Monate

Ausfallzeit

Bis zu 8 Wochen

Stationär

Nicht notwendig
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Was versteht die Medizin unter einer Nagelbettentzündung?

Unter einer Nagelbettentzündung verstehen Ärzte eine Infektion des Nagelbettes. Der Begriff Nagelbett bezeichnet dabei die Haut unter der Nagelplatte (umgangssprachlich Nagel genannt). Häufig sind jedoch nicht nur das Nagelbett infiziert, sondern auch der Nagelwall (Gewebe, das die Nagelplatte U-förmig umgibt) und die Nagelfalz (Vertiefung an den Seitenrändern der Nagelplatte). Der medizinische Fachausdruck für eine Nagelbettentzündung lautet Paronychie.

Wie sehen die Symptome einer Paronychie aus?

Eine Paronychie ist durch eine Schwellung des Nagelbetts, starke Rötung der betroffenen Hautstelle und Schmerzen am Finger oder Zeh gekennzeichnet. Besonders zu Beginn der Infektion kann eine Druckempfindlichkeit des Nagels bestehen. Anfangs verspüren Betroffene zudem starken Juckreiz im Nagelbereich. Des Weiteren kann eine lokale Überwärmung auftreten. In manchen Fällen kommt es zur Bildung von Eiter unter dem Nagel, der zusätzlichen Druck auf den Nagel ausüben kann, wodurch mitunter verstärkte Schmerzen entstehen. Auch sind Fieber und eine Schwellung der benachbarten Lymphknoten möglich.

 

Nagelbettentzündung

 

Welche Ursache hat die Entzündung am Nagelbett?

Eine Nagelbettentzündung entsteht durch eine Infektion mit Erregern. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Bakterien der Gattung Staphylokokken, seltener um Herpesviren oder Hefepilze. Damit es überhaupt zu einer Infektion kommen kann, müssen die Erreger in die Haut eindringen können. Voraussetzung dafür ist, dass kleine Verletzungen am Nagelfalz, Nagelwall oder der Haut vorliegen. Diese können zum Beispiel bei der Nagelpflege, durch eingewachsene Nägel oder Hautreizungen bei Verwendung von Putz- und Reinigungsmitteln entstehen und somit Eintrittspforten für die Erreger bilden. Nach Eintritt der Erreger in die Haut kann sich infolge einer Reaktion Deines Immunsystems eine Entzündung bilden.

Wen kann eine Nagelbettentzündung betreffen?

Ein erhöhtes Risiko für eine Nagelbettentzündung haben Patienten mit einem geschwächten Immunsystem, wie es beispielsweise bei einem schlecht eingestellten Diabetes mellitus auftreten kann. Besonders gefährdet sind des Weiteren Personen, die unter einer trockenen Haut, Neurodermitis oder Durchblutungsstörungen leiden. Ein weiterer Risikofaktor stellt die Einnahme verschiedener Medikamente dar. Darunter zählen zum Beispiel retinoid- oder kortisonhaltige Tabletten. Auch im Rahmen einer Krebstherapie kann durch Gabe entsprechender Arzneimittel eine Nagelbettentzündung entstehen. Eine akute Nagelbettentzündung betrifft auch häufig Frauen, die eine unsachgemäße oder übertriebene Nagelpflege betreiben.

Welche Folgen kann die Erkrankung haben?

Bleibt die Paronychie unbehandelt, kann das Wachstum des Nagels beeinträchtigt sein oder dieser sogar abfallen. Zudem besteht die Gefahr eines sogenannten Panaritiums, bei der sich die Entzündung weiter in die Tiefe ausbreitet und dort auf die Fingergelenke umgebenden Sehnenscheiden und sogar Knochen übergreifen kann. Sollte es zu einer Entzündung der Sehnenscheiden und Knochen gekommen sein, kann deren Behandlung sehr langwierig sein. 
In schwerwiegenden Fällen kann es infolge einer Nagelbettentzündung zu einer Blutvergiftung kommen.

 

Eine Nagelbettenzündung ist schmerzhaft

Welche Formen der Nagelbettentzündung gibt es?

Anhand des zeitlichen Verlaufs unterscheiden Mediziner eine akute von einer chronischen Nagelbettentzündung. 
Die akute Form betrifft meist nur einen Finger oder Zeh und geht oft auf Verletzungen des Nagelhäutchens zurück. Im Vergleich zur chronischen Nagelbettentzündung bestehen häufig stärkere Schmerzen. 
Dauert eine Entzündung des Nagelbetts länger als sechs Wochen an, liegt eine chronische Form vor, von der meist mehrere oder alle Finger beziehungsweise Zehen betroffen sein können. Sie geht meist auf wiederholte Reizungen zurück, wie sie beispielsweise bei der Verwendung von Waschlaugen entstehen können.

Oftmals leiden Personen unter einer chronischen Paronychie, wenn bei ihnen spezielle Risikofaktoren vorliegen, zum Beispiel Diabetes mellitus. Neben der typischen Symptomatik kann es zu einer grünlichen oder gelblichen Verfärbung des Nagels kommen. 

Des Weiteren ist eine Unterteilung in Bezug auf die Lokalisation möglich. 
Wenn die Entzündung den gesamten Nagel umläuft, also die Haut hinter und seitlich des Nagels, sprechen medizinische Spezialisten von der sogenannten Panaritium paraunguale. Bei der Panaritium subunguale ist hingegen das Nagelbett selbst von der Entzündung betroffen, wodurch sich Eitern unter dem Nagel ansammeln kann.

Wie lässt sich eine Nagelbettentzündung behandeln?

Je nachdem, welche Art von Erreger für die Nagelbettentzündung verantwortlich ist, können verschiedene Medikamente, Cremes und Pinsellösungen zur Anwendung kommen. Liegt eine Infektion mit Bakterien vor, verordnet Dir Dein Arzt Antibiotika. Häufig eingesetzte Antibiotika sind Mupirocin, Gentamicin oder Fluorchinolone, die Du in Form einer Salbe auf die entsprechende Körperstelle auftragen kannst. Bei weit fortgeschrittener Entzündung bekommst Du gegebenenfalls Antibiotika in Tablettenform verschrieben. Liegen Hefepilze der Nagelbettentzündung zugrunde, lässt sich diese mittels Anti-Pilzmitteln – sogenannten Antimykotika – behandeln. Bei Viren als Auslöser der Erkrankung kommen hingegen Virostatika in Salbenform zum Einsatz.

Liegt eine großflächige Nagelbettentzündung vor oder bestehen größere Eiterherde, kann eine chirurgische Entfernung (Inzision & Entleerung) des betroffenen Gewebes oder der Eiteransammlung unter örtlicher Betäubung notwendig sein. Nach dem Eingriff ist eine Ruhigstellung der Hand beziehungsweise des Fußes wichtig. Bis zur vollständigen Heilung der Wunde kann es bis zu acht Wochen dauern.

Muss ich immer zum Arzt oder kann ich die Nagelbettentzündung auch selbst behandeln?

Im Anfangsstadium der Entzündung ist nicht zwingend ein Arztbesuch notwendig und Du kannst diese auch selbst behandeln. Wichtig ist hierbei, die betroffene Stelle nach Möglichkeit zu schonen und etwaige Eiterblasen nicht aufzustechen.
 Zur Ausheilung der Entzündung kannst Du eine sogenannte Zugsalbe auftragen, die rezeptfrei in Apotheken erhältlich ist. Diese enthält den Wirkstoff Ammoniumbituminosulfonat, der eine desinfizierende, entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und antibakterielle Eigenschaft hat.

 

Eine Paronychie sollte so schnell wie möglich behandelt werden

Des Weiteren beschleunigt die Zugsalbe das Abfließen des Eiters. Nach Auftragen der Zugsalbe solltest Du den Nagel mit einem Pflaster oder Verband abdecken, damit der Wirkstoff auf der jeweiligen Hautstelle verbleibt. Das Pflaster solltest Du jeden Tag wechseln und die Zugsalbe erneut auftragen. Bei rechtzeitiger Behandlung mit der Zugsalbe heilt die Nagelbettentzündung in der Regel innerhalb weniger Tage komplikationsfrei aus. 
Bei schon fortgeschrittener Entzündung kann die Salbe jedoch meist keine Wirkung erzielen und Du solltest einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch, wenn es bei Verwendung der Zugsalbe innerhalb einiger Tage zu keiner Besserung der Beschwerden gekommen ist.

Gibt es Hausmittel gegen die Nagelbettentzündung?

Um die Beschwerden zu lindern, eignen sich warme Bäder der betroffenen Körperstellen. 
Diese können dazu beitragen, dass sich gebildeter Eiter besser abfließen kann. 
Zusätze wie Arnika, Rosmarin oder Kamille haben eine entzündungshemmende Eigenschaft und können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Da Kochsalz über eine desinfizierende Wirkung verfügt, kannst Du Deine Finger oder Zehen ebenfalls in einer Mischung mit Wasser darin baden. Weiterhin eignen sich Substanzen, die Teebaumöl, Meerrettich oder Zwiebelextrakt enthalten. Solche Bäder solltest Du zweimal täglich für etwa eine halbe Stunde durchführen und anschließend Deinen Finger oder Zeh mit einer desinfizierenden Lösung einreiben.

Wie kann ich eine Nagelbettentzündung vorbeugen?

Um eine Nagelbettentzündung vorzubeugen, empfehlen wir Dir, folgende Tipps bei der Nagelpflege zu beachten: Schneide Deine Finger- und Fußnägel regelmäßig, sodass diese nicht einwachsen oder brechen. Hierbei ist es entscheidend, die Fußnagelkanten nicht rund abzuschneiden, da dadurch das Risiko erhöht ist, dass der Zehennagel einwächst. Fingernägel kannst Du rund feilen. Um Verletzungen zu vermeiden, solltest Du allerdings nicht zu tief in den seitlichen Wall feilen. Weiterhin solltest Du das Nagelhäutchen nicht mit der Schere abschneiden. Wenn Deine Nägel leicht zur Brüchigkeit neigen, können Folsäure- und Magnesium-Tabletten eine Besserung erzielen. Rückfettende Cremes oder Salben kannst Du bei rissiger und trockener Haut um die Nagelpartie verwenden.

Solltest Du bei Tätigkeiten mit Chemikalien in Berührung kommen, die Deine Haut reizen können, schützen Handschuhe vor Verätzungen. Treten kleinere Wunden im Nagelbereich auf, können antiseptische Salben oder Lösungen einer Erregerinfektion entgegenwirken. Ebenfalls ist auf passende Schuhe zu achten, in denen Deine Füße genug Platz haben, wodurch sich keine Druckstellen und Verformungen bilden können. 
Bei bestehender Grunderkrankung, die mit einem erhöhten Risiko für eine Nagelbettentzündung verbunden ist, solltest Du diese von einem Mediziner behandeln lassen.

 

Gesunde Hände sehen gepflegt aus

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Die Krankenkassen beteiligen sich in der Regel an den anfallenden Kosten für die verschriebenen Medikamente und an einem möglicherweise erforderlichen chirurgischen Eingriff. Falls Du trotzdem Bedenken haben solltest, kannst Du gerne bei unseren Dermatologen nachfragen, Diese beraten Dich gerne!
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Alle wichtigen Informationen zusammengefasst

  • Eine Nagelbettentzündung bezeichnet eine Infektion des Nagelbettes, meist hervorgerufen durch Bakterien der Gattung Staphylokokken
  • Typisch für eine Nagelbettentzündung sind eine Schwellung des Nagelbetts, Rötung der betroffenen Hautstelle und Schmerzen am Finger oder Zeh. Ebenfalls können Druckempfindlichkeit, Juckreiz, lokale Überwärmung, Eiterbildung, Fieber und eine Schwellung der Lymphknoten bestehen
  • Bei unbehandelter Erkrankung kann es zu einer Entzündung der Sehnenscheiden und Knochen sowie in schweren Fällen zu einer Blutvergiftung kommen
  • Ein erhöhtes Risiko für eine Infektion haben Personen, die unter Diabetes mellitus, Neurodermitis, trockener Haut und Durchblutungsstörungen leiden. Ebenso können verschiedene Medikamente und eine übertriebene Nagelpflege eine Nagelbettentzündung begünstigen
  • Im Anfangsstadium der Entzündung kannst Du diese selbst mit Zugsalbe behandeln
  • Eine ärztliche Behandlung kann durch Antibiotika, Antimykotika oder Virostatika erfolgen. Auch eine chirurgische Entfernung der Eiterherde kann erforderlich sein
  • Vorbeugen lässt sich die Erkrankung, indem Du unter anderem auf eine sachgemäß durchgeführte Nagelpflege achtest
  • Es erfolgt eine Kostenbeteiligung der Krankenkassen für die entsprechende Behandlung

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Quellen

 

  • Feindt, S.: Handbuch der podologischen Behandlungsmethoden, Neuer Merkur, 1. Auflage, 2007

 

 

  • Smolle, J. & Mader, F.H.: Beratungsproblem Haut: Dermatologie in Innerer Medizin und Allgemeinmedizin, Springer Verlag, 2. Auflage, 2005

 

MSD Manual

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Das Unterhautfettgewebe des Körpers dient sozusagen als Isolierschicht vor Auskühlung und auch vor zu starker Überwärmung. Im Unterhautfettgewebe liegen somit auch die einzelnen Arterien und Venen, die für die Blutzufuhr zuständig sind. Bei der Pannikulitis kommt es zu einer Entzündung dieses Unterhautfettgewebes. Hierbei können verschiedene Ursachen zugrunde liegen, daher richtet sich die Behandlung je nach Ursache.

Die Gürtelrose wird von denselben Viruserregern verursacht wie die Windpocken, es handelt sich somit um eine Folgeinfektion im Laufe der Lebensjahre. Bei der Erkrankung kommt es zu einem schmerzenden und juckenden Hautausschlag, welcher normalerweise innerhalb weniger Wochen abheilt. Kommt es zu Komplikationen, kann sich die Genesungsdauer verlängern.

Ein Hagelkorn ist ein schmerzfreier, geröteter Knoten am Augenlid durch eine verstopfte Talgdrüse verursacht. Der Arzt stellt die Diagnose meist anhand der Symptome bei einer Untersuchung. Das Hagelkorn ist zwar meist harmlos und verschwindet häufig von selbst, jedoch kann es als sehr störend empfunden werden. Hier findest Du alle wichtigen Informationen rund um das Hagelkorn.