Gynäkomastie - Jetzt alle Informationen erfahren

Plastische Chirurgie > Brust OP > Gynäkomastie

Vielleicht hast Du schon einmal die Begriffe Männerbrust, Männerbrüste, Pseudogynäkomastie oder Gynäkomastie gehört. Um welche Krankheit es sich hier handelt, wie diese behandelt werden kann und wie viele Männer hiervon betroffen sind, erfährst Du in diesem Beitrag.

Dauer

1-2 Stunden

Ausfallzeit

1-3 Tage

Stationär

nicht notwendig

Was ist die Gynäkomastie?

Im Grunde handelt es sich bei einer Gynäkomastie um ein Symptom. Die sogenannte Männerbrust, bei der entweder beide Brüste oder nur eine stark vergrößert sind, ist lediglich die Folge verschiedener Ursachen. So können übergewichtige Personen ebenso eine Männerbrust entwickeln, wie auch Männer mit einer Entgleisung des Hormonstoffwechsels. Auch ernsthafte Erkrankungen wie Krebs können eine Männerbrust verursachen. Meist verbirgt sich hinter der Gynäkomastie „nur“ eine Störung des Hormonhaushaltes, welcher mit Tabletten wieder in sein Normalmaß gebracht werden kann.

Auch wenn die Männerbrust und ihre Ursache bereits therapiert wurden kann die optische Vergrößerung der Brust bestehen bleiben.

Die Medizin unterscheidet die Gynäkomastie in eine reguläre Vergrößerung der Brustdrüse oder auch Neubildung der Brustdrüse. Zudem gibt es noch die Pseuydogynäkomastie. Hierbei handelt es sich um eine Fettansammlung im Bereich der Brust, welche meist eine hormonelle Ursache hat.

Diese Erscheinung kann zu psychischen Problemen beim Betroffenen führen,
weshalb der Wunsch nach einer Lösung sehr groß ist. Immerhin leiden circa 30 Prozent
aller Männer im mittleren Alter an einer Männerbrust. Mit zunehmendem Alter nimmt auch
das Risiko der Pseudogynäkomastie zu, da sich die Fetteinlagerung verändert. Sollte die Männerbrust während der Pubertät auftreten, muss in den meisten Fällen nichts unternommen werden. Sie verschwindet wieder von selbst, da sie mit der Veränderung des hormonellen Haushaltes während der Pubertät zu tun hat.

Wer jedoch nach dem 20. Lebensjahr immer noch oder neu an einer Männerbrust leidet, hat
mehrere Möglichkeiten der Behandlung. Eine hiervon stellt die Brust-OP dar. Diese
Behandlung ist im Vergleich zu anderen Methoden dauerhaft und beseitigt das Problem im
Normalfall für immer.

Wie wird die Gynäkomastie festgestellt?

Solltest Du einen Verdacht auf Gynäkomastie hegen, so kannst Du Dich an einen Arzt mit
Expertenwissen auf diesem Gebiet wenden. Dies könnte beispielsweise Dein Urologe oder auch Hausarzt sein. Wichtig ist, dass sich dieser damit auskennt.

Zu Beginn tastet der Arzt Deine Brüste ab, um den Verdacht auf eine Gynäkomastie zu
erhärten oder um Entwarnung zu geben. Die weitere Untersuchung verläuft wie folgt: Der
Arzt kann zum einen mittels Blutuntersuchung feststellen, ob bei Dir der Hormonhaushalt
unausgewogen ist. Zudem stehen ihm weitere Untersuchungsmöglichkeiten offen:
Per Ultraschall betrachtet der Arzt Deine Brust von innen. Auf diese Weise lässt
sich erkennen, worin die Ursache der Gynäkomastie liegt (Drüsenkörper oder Fettgewebe).

Ferner untersucht der Arzt Deine Hoden, um auch dort Veränderungen festzustellen. EIne Gynäkomastie kann unter Umständen entstehen, wenn Brust- oder Hodenkrebs vorliegt. DIe Chance, dass Männer an Brustkrebs erkranken ist äußerst gering, sollte aber trotzdem überprüft werden.
Hier kannst du einen Brust Spezialisten anfragen

Was sind die Gründe für eine Gynäkomastie?

Normalerweise sorgt der Hormonhaushalt dafür, dass die männliche Brust wesentlich kleiner
ausfällt als die Brust bei Frauen. Allerdings gibt es die vergrößerte Männerbrust, deren
Ursachen wie folgt lauten kann:

Gynäkomastie nach der Geburt

Aufgrund des erhöhten Hormons Östrogen kommen die meisten männlichen Babys mit einer
kleinen Männerbrust auf die Welt. Diese reguliert sich jedoch von selbst und
verschwindet meist nach einigen Wochen.

Pubertätsgynäkomastie

In der Pubertät findet die nächste hormonelle Veränderung statt. Diese bewirkt bei manchen
Jugendlichen, dass sich die sogenannte Pubertätsgynäkomastie entwickelt. Die positive
Nachricht in diesem Zusammenhang lautet, dass sie spätestens mit dem 20. Lebensjahr
wieder verschwindet.

Hormonelle Veränderung

Sollte der Hormonhaushalt beim Mann unausgewogen sein, wodurch ebenfalls ein
Männerbusen entstehen kann. In diesem Fall könnte sich Deine Brust bis zu der Größe einer Frauenbrust entwickeln. Schuld an einer hormonellen Veränderung können unter anderem die Einnahme von Medikamenten oder die Verwendung von Kosmetika sein. Im
schlimmsten Fall könnte eine ernsthafte Erkrankung wie Krebs eine Männerbrust
verursachen.

Gynäkomastie aufgrund von Übergewicht

Vielleicht hast Du bereits beobachten können, dass besonders übergewichtige Männer eine
stark ausgeprägte Brust besitzen. In diesem Fall ist tatsächlich ein übermäßiges Fettgewebe
Schuld. In Fachkreisen bezeichnet man diese Gynäkomastie auch als Pseudogynäkomastie,
da sich hier nicht die Brustdrüse vergrößert, vielmehr das Fettgewebe.

Psychische Probleme

Auch psychische Probleme können zu einer Männerbrust führen, da die
Einnahme von Psychopharmaka eine Männerbrust fördern kann.

Gynäkomastie im Alter

Im Alter erschlaffen Muskeln, Haut und auch das Fettgewebe. Im Körper findet eine Umverteilung des Fettgewebes statt, auch die Elastizität und Spannkraft der Haut lässt mit dem Älterwerden nach. Es ist daher nicht unüblich, wenn sich im Alter eine sogenannte
Hängebrust entwickelt.

Polythelie

Diese Erkrankung kommt äußerst selten vor: Hierbei entstehen mehrere Brustwarzen. Um die Brustwarze bildet sich Brustgewebe sowie die Brustdrüse. Sollten
zu viele Brustwarzen vorhanden sein, kann dies eine Gynäkomastie fördern.

Gynäkomastie - Alles zu Kosten, Ablauf und Gefahren

Wie kann eine Gynäkomastie behandelt werden?

Eine Gynäkomastie ist in der Regel ein rein ästhetisches Problem. Sollten ernsthafte
Erkrankungen zugrunde liegen, so musst Du diese natürlich behandeln lassen. Deshalb ist die Diagnose besonders wichtig, da es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Beispielsweise kannst Du eine Männerbrust durch regelmäßigen Sport und gesunde Ernährung reduzieren, wenn diese aus Fettgewebe besteht (Pseudogynäkomastie). Dabei solltest Du vor allem Übungen wie Hanteltraining, Rudern, Liegestütze oder gezielte Übungen auf der Bank regelmäßig durchführen.

Tabletten helfen bei der Gynäkomastie nur dann, wenn eine hormonelle Störung vorliegt.
Allerdings muss Dir in diesem Zusammenhang bewusst sein, dass die Tabletten lediglich die
Vergrößerung der Brust verhindern. Die bereits entstandene Größe können auch Tabletten
nicht beeinflussen und die Brust nicht wieder schwinden lassen.

Ein operativer Eingriff ist dann sinnvoll, wenn Du unter den Auswirkungen der Gynäkomastie, sei es psychisch oder körperlich, leidest.

Was ist eine Gynäkomastie OP?

Wie bereits erwähnt, ist bei einer Gynäkomastie oder Männerbrust entweder das Brustgewebe und die Brustdrüse oder das Fettgewebe in einem erhöhten Maße vorhanden. Im Falle eines erhöhten Brustgewebes bleibt in der Regel nur eine Option offen: Der operative Eingriff. Bei dieser Brustoperation entfernt der Arzt das überschüssige Brustgewebe und meistens auch die zu große Brustdrüse, sodass nach dem Eingriff wieder eine normale Brustgröße vorhanden ist.
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Wie funktioniert der Eingriff?

Bei der Brust-OP handelt es sich um eine reguläre Operation, die nach Deinem Wunsch oder der Entscheidung des Arztes entweder in Vollnarkose oder per örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Dank neuester OP-Techniken ist es meistens nicht nötig, einen großen Schnitt zu setzen. In der Regel reicht ein kleiner Schnitt aus, über den der Chirurg das überschüssige Brustgewebe entfernt. Je nachdem, wie groß die Männerbrust ist, saugt der Arzt eventuell noch Fettgewebe ab. Sollte eine massive Vergrößerung der Brust vorliegen, kann eine Straffung der gesamten Brust notwendig sein, um herabhängende Haut zu vermeiden.

Gynäkomastie - Alles zu Kosten, Ablauf und Gefahren

Wann sehe ich die Ergebnisse der OP?

Bei der Gynäkomastie OP wird das Fettgewebe und das Brustgewebe – meist zusammen mit der Brustdrüse – entfernt. Somit kannst Du das Ergebnis des Eingriffs direkt danach
begutachten. Viele plastische Chirurgen fertigen Vorher-Nachher-Bilder an, damit Du den
Erfolg der OP festhalten kannst.

Gibt es Schmerzen bei der OP?

Jede Operation kann Schmerzen verursachen. Sprich mit Deinem Spezialisten, damit er die Medikation genau auf Dich abstimmen kann und Du im alltäglichen Leben nicht eingeschränkt sein wirst.

Wie lange ist der stationäre Aufenthalt?

In der Regel ist maximal eine Nacht im Spital notwendig, die meisten Patienten verlassen das Krankenhaus noch am OP Tag. Ob eine Übernachtung notwendig ist, entscheidet Dein Arzt individuell.

Welche Risiken gibt es bei der Behandlung?

Die Brust-OP ist eine gängige Operation,die mit nur sehr wenigen Komplikationen in Verbindung gebracht wird. Über alle Fragen zum Thema der Narkoseart und Technik informiert Dich der Anästhesist im Beratungsgespräch.
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Welche Komplikationen können nach der Operation auftreten?

Teilweise kann es nach der Operation zu Schwellungen im Brustbereich kommen. Ebenfalls
berichten Patienten über Blutergüsse. All diese Komplikationen stellen jedoch keine
ernsthaften Probleme dar und verschwinden nach einigen Tagen wieder. Das Risiko
bleibender Narben wird ebenfalls reduziert, indem der Schnitt relativ klein ausfällt und ihn der Arzt so platziert, dass er nicht auffällt.

Was sind die Nachwirkungen der Behandlung?

Nach einer Brust-OP können die gleichen Nachwirkungen entstehen, wie nach jeder OP. Blutergüsse, Schwellungen und Sensibilitätsstörungen sind selten aber möglich. Ebenso könnten sich das Gefühl im Bereich um die Brustwarze herum verringern. Teilweise wurde von einer kompletten Taubheit an der Brustwarze nach
der OP berichtet.

In jedem Fall können Blutergüsse auftreten, die jedoch nach wenigen Tagen verschwinden.
Um all diese Nachwirkungen möglichst gering zu halten, arbeiten die meisten Ärzte mit
Drainagen, sodass die Wundflüssigkeit problemlos ablaufen kann. Darin ist auch ein Grund
zu sehen, weshalb Du nach der OP mindestens einen Tag zur Beobachtung im Krankenhaus
bleiben musst.

Auf was muss ich nach der OP achten?

Die Wundheilung nach einer Gynäkomastie OP dauert bis zu sechs Wochen. In dieser Zeit
musst Du Dich schonen. Zudem ist es nötig, den Wundbereich zu bandagieren.
Obwohl der Chirurg bei der Operation die gesamte Brustdrüse entfernt, könnte sich das Fettgewebe neu bilden. Aus diesem Grund musst Du nach der Operation auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten, um nicht erneut Fettgewebe anzusammeln.

Wie oft muss ich zur Nachkontrolle?

Die Nachkontrolle nach dem Eingriff ist aus mehreren Gründen wichtig: Einerseits
kontrolliert der Arzt, ob sich eine Entzündung festgesetzt hat, andererseits prüft er die Wundheilung. Besonderer Augenmerk legt Dein Arzt auf die Bildung der Narbe. Teilweise erfolgt die Kontrolle nach weiteren zwei Monaten und dann wiederum nach sechs Monaten.

Wann kann man wieder Sport machen?

Die ersten Wochen nach der Operation solltest Du Dich komplett schonen. Den ersten Sport
darfst Du nach vier bis sechs Wochen nach der Operation ausüben.

Wie kann man die Wundheilung nach der OP fördern?

Viele Ärzte verschreiben dir entweder Bandagen oder eine Kompressionsweste. Diese solltest Du auf jeden Fall tragen und nach Angaben des Arztes regelmäßig wechseln. Um Narben zu verhindern, kannst Du die Schnittstelle mit speziellen Salben einreiben oder auch bestimmte Pflaster verwenden.

Wie hoch sind die Kosten der Brust-OP?

Natürlich berechnet jeder Arzt die Kosten einer Brust-OP anders. Dies hängt unter anderem
vom Aufwand ab: Wird nur eine Brust operiert oder beide? Wird nur das Brustgewebe,
beziehungsweise die Brustdrüse entfernt oder auch das Fettgewebe? All dies nimmt Einfluss
auf die Höhe der Kosten. Generell kann gesagt werden, dass Du bei einer Brust-Operation mit 2.900 bis 5.000 Euro rechnen musst.

Wie setzen sich die Kosten einer OP zusammen?

Die Kosten für eine Operation der Gynäkomastie setzen sich aus drei Bereichen zusammen:

  • Die Vorberatung und die Untersuchungen in Bezug auf eine Brust-OP
  • Die Operation selbst: Kosten der ärztlichen Belegschaft, Belegung vom OP-Saal, alle anfallenden Medikamente und sonstige Materialien
  • Nachkontrolle plus Aufenthalt in der Klinik

Zu den Kosten der Nachsorge zählt auch sämtliches Verbandsmaterial beziehungsweise eine vom Arzt verschriebene Kompressionsweste und weitere Termine in der Praxis des
operierenden Arztes.
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Wann kann die Krankenkasse die Kosten übernehmen?

In manchen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten. In diesen Fällen muss entweder eine körperliche oder eine psychische Belastung aufgrund der Männerbrust vorliegen.

Sollte es sich um ein rein ästhetisches Problem handeln, so wird die Krankenkasse die
Operation nicht als medizinisch notwendig ansehen, sondern als Schönheitsoperation
einstufen. In diesem Fall musst Du die Kosten selber übernehmen.

Sollte zusätzlich eine Grunderkrankung vorliegen, welche die Ursache für Deine Gynäkomastie darstellt, so übernimmt die Krankenkasse natürlich die Kosten für die Behandlung der Grunderkrankung. Ob sie dann noch die Kosten für die Operation übernimmt, hängt von Deinem persönlichen Leiden ab. Kannst Du der Krankenkasse darlegen, dass Dich die Gynäkomastie psychisch belastet und Dein Sozialleben darunter leidet, so besteht die Möglichkeit, dass die Krankenkasse zumindest einen Teil übernimmt. Wichtig bei der Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist eine ärztliche Bescheinigung, dass die Operation aus medizinischer Sicht notwendig ist. Zudem gehst Du auf Nummer sicher, wenn Du vor der OP eine Kostenübernahme bei Deiner Krankenkasse beantragst.

Das Wichtigste zur Behandlung einer Gynäkomastie kurz zusammengefasst:

  • Unter Gynäkomastie versteht man die Vergrößerung der männlichen Brust.
  • Die Ursachen können vielseitig sein: Hormonelle Veränderung, Alter, Übergewicht oder Medikamente.
  • Eine Behandlung ist, je nach Indikation, mit einer Hormontherapie oder einer plastischen Operation möglich.
  • Ausreichende Schonung ist nach dem Eingriff sehr wichtig. Sportlichen Betätigungen solltest Du erst nach vier Wochen wieder nachgegangen.
  • In der Regel wird die Narbe klein und unscheinbar sein.
  • Die Behandlung einer Gynäkomastie liegt zwischen 2.900 und 5.000 Euro aufwärts.

Wenn Du mehr zu dem Thema Gynäkomastie und die Behandlungsmöglichkeiten erfahren möchtest, dann stelle am besten gleich jetzt eine kostenlose Anfrage an unsere Spezialisten.

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