10 Fragen zum Facelift an Prof. Dr. Nektarios Sinis

Das Facelift zählt seit Jahren zu den beliebtesten Eingriffen in der Plastischen Chirurgie. Wir haben daher die zehn wichtigsten Fragen herausgefiltert und Prof. Dr. Nektarios Sinis gestellt. Wann die beste Zeit für ein Facelift ist, welche Techniken es gibt und noch vieles mehr beantwortet er in diesem Blogpost.

1. Wann ist ein Facelift sinnvoll?

In Bezug auf das ideale Alter für einen Facelift kann man keine pauschale Aussage treffen. Vielmehr ist der richtige Zeitpunkt  stark von den individuellen Lebensgewohnheiten und der  genetischen Disposition abhängig. So haben Rauchen, Alkohol, ungeschützter Sonnenkontakt und Ernährung einen erheblichen Einfluss auf die Alterungsprozesse der Haut. Meist beginnt ab dem 40., spätestens aber ab dem 50. Lebensjahr eine Erschlaffung des Bindegewebes, die dann eine operative Korrektur notwendig machen können.

2. Was muss ich vor einem Facelift beachten?

Zum einen sollten Sie sich vor der Operation ausgewogen ernähren und möglichst ohne zeitlichen Druck sein. Planen Sie vor der Operation bereits ein ausreichendes Zeitfenster für die Erholung ein, und planen Sie ungefähr 14 Tage Erholungszeit ein, bis Sie wieder gesellschaftsfähig sind. Dies vor allem, da in den ersten 14 Tagen neben kleineren Hämatomen und Schwellungen ein komprimierender Kopfverband auch tagsüber getragen werden sollte, um die Abschwellung und Heilung zu beschleunigen und um eine Entlastung der Nahtstellen sicherzustellen. Darüber hinaus sollten Sie auch bei einem Facelift wie bei jeder anderen Operation 14 Tage vor der Operation auf den Genuss von Alkohol und Nikotin verzichten.

3. Kann ich das Ergebnis vorab schon sehen?

Dank der technischen Weiterentwicklungen im Simulationsbereich ist man heute nicht mehr nur auf Vorher-Nachher Vergleiche reduziert, sondern kann z.B. mit Hilfe der bei uns verwendeten 3D Simulation von Crisalix bereits vor der Operation in der Lage realistische Ergebnisse am eigenen Gesicht zu simulieren und zu variieren.

4. Beeinflusst das Facelift meine Mimik?

Ein fachgerecht und durch einen erfahrenen Operateur durchgeführtes Facelift hat keine Auswirkungen auf die Mimik. Vielmehr wird durch die Straffung erschlaffter Hautpartien die ursprüngliche Mimik wieder deutlicher sichtbar und unterstreicht die Individualität des Patienten. Vor allem dieser Effekt bewirkt es, dass neben dem „glatteren Gesicht“ oft der Eindruck von einer Vitalitätssteigerung und Verjüngung entsteht.

5. Welche Methoden zur Straffung des Gesichts gibt es?

Neben den nicht operativen Methoden wie dem Fadenlifiting, Vamiprlifiting oder dem Unterspritzen mit Hyaluron wird im operativen Bereich ein umfangreiches Portfolio an Operationen zur Gesichtsstraffung angeboten. Diese reichen von der kleinen Korrektur im Rahmen eines Minilifts, bei dem nur die Hautpartien gestrafft werden, ohne die tieferen Gewebeschichten einzubeziehen über regionsbezogenen Facelifts wie dem Midfacelift zu größeren Eingriffen wie dem SMAS (Oberflächliches Muskel-Sehnenplatten System). Bei letztgenannten wird nicht nur die Haut gestrafft, sondern vielmehr auch die tiefliegenden Strukturen von Bindegewebe, Muskeln und Sehen. Alternativ kann beim MACS Lift nach einem kleinen Schnitt vor dem Ohr mittels Fäden eine Neufixierung des abgesenkten Gewebes vorgenommen werden.

Welche Technik für welche Patienten sinnvoll ist, kann immer nur individuell anhand des Ausgangsbefundes und dem gewünschten Ergebnis abhängig entschieden werden.

6. Wird das Facelift unter Vollnarkose durchgeführt und wie schmerzhaft ist die Operation?

Grundsätzlich wird ein Facelift in Vollnarkose, in Ausnahmefällen auch im Dämmerschlaf, durchgeführt. Lediglich bei Eingriffen wie Fadenlifting oder Unterspritzungen wird der Eingriff in lokaler Betäubung vorgenommen.

Der Eingriff selbst ist durch die Narkose vollständig schmerzfrei. Aber auch im Heilungsverlauf zeichnet sich das Facelift nur durch geringe Schmerzen aus, die vor allem durch die anfänglichen Schwellungen bedingt sind. Diese lassen sich aber mit gängigen Schmerzmitteln wie Ibuprofen gut behandeln.

7. Was muss ich nach der Operation beachten?

An erster Stelle steht hier vor allem Ruhe und die Vermeidung von übermäßiger Belastung. Um den Heilungsverlauf optimal zu unterstützen sollte in den ersten Tagen neben dem Tragen der Kompression auch regelmäßig gekühlt werden, zur Vermeidung von Entzündungen und Schmerzen werden von uns Antibiotika und Schmerzmittel verschrieben.

Auf Nikotin und Alkohol sollte generell verzichtet werden. Länger anhaltende Schwellungen kann man durch die Einnahme von Arnika und Enzymen therapieren.

Zur Entlastung sollte man in den ersten Wochen nach der Operation mit erhöhtem Oberkörper und auf dem Rücken schlafen. Auf Sauna und Sonneneinstrahlung sollte man in den ersten sechs Monaten verzichten.  Außerdem raten wir für einen Zeitraum von sechs Wochen auf sportliche Aktivitäten zu verzichten.

8. Wie lange muss ich nach dem Facelift im Krankenhaus und dann zuhause bleiben?

Ein Facelift erfordert keinen langen stationären Aufenthalt. In der Regel reicht ein zweitägiger Klinikaufenthalt mit einer Übernachtung vollkommen aus, bevor Sie wieder nach Hause zurückkehren können.

9. Wann sehe ich das endgültige Resultat?

Allgemein lässt sich bereits wenige Wochen (meist sechs Wochen) nach der Operation ein Eindruck vom endgültigen Resultat gewinnen. Bis letzte Schwellungen Verschwunden und die Narben vollständig abgeblasst sind, können unter Umständen aber auch sechs Monate oder mehr vergehen.

10. Werden Narben zurückbleiben?

Wie bei jeder Operation, bei der Haut geschnitten wird, entstehen auch beim Facelift entsprechende Narben. Aufgrund der Schnittführung am Haaransatz oder in den natürlichen Gesichtsfalten am Ohr und teilweise verdeckter Schnitte im Kopfhaarbereich und hinter den Ohren sind diese jedoch nach dem endgültigen Abblassen kaum oder gar nicht sichtbar. Dies wird zudem noch über die Verwendung von selbstauflösenden Fäden unterstützt, die eine postoperative Manipulation der Nahtstellen vermeiden.

Prof. Dr. med. Nektarios Sinis:

Dr. Doris Wallentin - Expertentipp
Prof. Dr. Nektarios Sinis

Prof. Dr. med. Nekatrios Sinis ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Berlin. Seit mehr als 15 Jahren ist er auf dem Gebiet der Ästhetischen- und Plastischen Chirurgie tätig und hat in den vergangenen Jahren mehr als 50 wissenschaftliche Artikel publiziert und über 100 Vorträge auf nationalen und internationalen Kongressen gehalten.

„Die Ästhetische Chirurgie ist nicht nur zu meiner persönlichen Berufung, sondern vielmehr zu einer Leidenschaft geworden, die ich jeden Tag aufs Neue lebe und liebe.“

 

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