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Brustkrebs: Vorsorge und Früherkennung

Der Oktober steht auch bei MOOCI ganz im Zeichen des Breast Cancer Awareness Months. Den ganzen Oktober lang informieren wir Dich rund um das Thema Brustkrebs. Von der Früherkennung, der Diagnose und Behandlung bis hin zur Rekonstruktion der Brust. Gemeinsam mit Experten aus der Rekonstruktiven Chirurgie haben wir die wichtigsten Informationen rund um diese Themen für Dich aufbereitet. Der heutige Beitrag beschäftigt sich mit der Vorsorge und Früherkennung. 

Brustkrebs ist die häufigste Erkrankung bei Frauen, was aber nicht bedeutet, dass sie die gefährlichste ist. Auch Männer können an Brustkrebs erkranken. Dies ist zwar äußerst selten, aber darf keinesfalls vergessen werden! Derzeit erkrankt eine von acht Frauen an Brustkrebs und das Risiko einer Brustkrebserkrankung steigt besonders ab dem 50. Lebensjahr. Obwohl immer mehr Frauen daran erkranken, sinkt die Zahl der Sterbefälle. Dies liegt vor allem daran, dass die Früherkennung verbessert und die Therapiekonzepte weiterentwickelt wurden.

Vorbeugung.

Brustkrebs vorbeugen kannst im Grunde nur Du selbst, in dem Du einen gesunden Lebensstil führst. Das bedeutet vor allem: Gesunde Ernährung, wenig Alkohol, kein Niktoin sowie die Vermeidung von Giftstoffen. Giftstoffe werden auch „Karzinogene“ genannt und können in erhöhter Dosis Krebs begünstigen oder sogar auslösen. Zu diesen Stoffen zählen unter anderem Schwermetalle, Arsen, Nickel und Asbest.

Früherkennung durch Abtasten der Brust.

Alleine in Österreich erkranken jährlich mehr als 5.000 Frauen an Brustkrebs. Damit Brustkrebs so früh wie möglich erkannt wird, ist es wichtig, dass Du Deine Brust regelmäßig abtastest. Das Abtasten der Brust ersetzt allerdings nicht die Mammografie, die Du ab einem gewissen Alter alle zwei Jahre wiederholen solltest. Das Selbstabtasten verstärkt die Körperwahrnehmung, wodurch Veränderungen eher wahrgenommen werden können.

Das Abtasten der Brust erfolgt in vier Schritten. Zunächst tastest Du die Oberseite der Brust ab und fährst langsam Richtung Brustwarze. Achte darauf, dass Du dabei den Druck immer etwas verstärkst. Anschließend tastest Du die Brustunterseite ab. Vergiss nicht den Bereich zwischen Brust und Achselhöhle. Im dritten Schritt tastest Du Deine Achselhöhle in Richtung Brust ab und abschließend drückst Du deine Brustwarzen sanft zusammen.

Solltest Du eine Veränderung merken, Schmerzen empfinden oder Flüssigkeit aus der Brustwarze austreten, dann solltest Du Dich an Deinen Arzt wenden.

Die Mammografie.

Die Mammografie ist ein Röntgen der Brust und derzeit die beste Methode zur frühen Erkennung von Brustkrebs. Wie bereits erwähnt, empfehlen Mediziner eine Mammografie ab 45 Jahren alle zwei Jahre zu wiederholen.

Mittlerweile gibt es in vielen europäischen Ländern ein kostenloses Brustkrebs-Früherkennungsprogramm. Dieses richtet sich vor allem an gesunde Frauen, die einen unauffälligen Mammografie-Befund hatten sowie an alle Frauen ab 40, die noch keine Mammografie gemacht haben. Jene Frauen erhalten eine Einladung zur „Vorsorge-Mammografie“. In Österreich ist dieses Vorsorge-Programm für sozialversicherte Frauen ab 40 Jahren kostenlos und es benötigt auch keine ärztliche Überweisung.

Ultraschalluntersuchung.

Eine Ultraschalluntersuchung an der Brust zählt nicht zu dem klassischen Früherkennungs-Programm. Diese Untersuchung kommt dann zum Einsatz, wenn die Ergebnisse der Mammografie unklar sind. Vor allem wenn eine Brust aus viel Bindegewebe besteht, ist diese Form der Untersuchung äußerst hilfreich, da sie sehr aussagekräftige Ergebnisse liefert.

Patientinnen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko.

Sollte bei Dir ein erhöhtes Brustkrebsrisiko festgestellt werden, so wird Dein Arzt gemeinsam mit Dir ein eigenes Vorsorgeprogramm erstellen. Dies könnte beispielsweise eine häufigere Untersuchung der Brust sein. Zudem gibt es auch klinische Studien, die eine Prävention mit Medikamenten untersuchen.

Die Diagnose Brustkrebs muss nicht immer das Schlimmste bedeuten. Je früher die Krebserkrankung erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Was die Diagnose genau bedeutet und was die nächsten Schritte sind, erfährst Du in unserem nächsten Blogbeitrag!

Quellen.

Pink Ribbon 
German Breast Group
Österreichisches Brustkrebs-Früherkennungsprogramm
Deutsche Krebsgesellschaft 

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