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Diagnose Brustkrebs

Es ist, als ob Dir der Boden unter den Füßen weggerissen wird, gefolgt von einer turbulenten Achterbahnfahrt der Gefühle von Verzweiflung und Hoffnung: Die Diagnose Brustkrebs. Jährlich erkranken rund 5.500 Frauen in Österreich an Brustkrebs.

Was ist Brustkrebs?

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen im deutschsprachigen Raum sowie in anderen westlichen Industriestaaten. Brustkrebs entsteht – wie alle Krebsarten – durch eine Fehlsteuerung des Zellwachstums. Durch die Zellteilung erneuern sich die meisten Zellen in unserem Körper. Dabei ist der Bauplan der neuen Zelle, der genetische Code, auf der DNA (Desoxyribonukleinsäure/DNS) gespeichert. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen verursacht eine Veränderung im Genmaterial (Genmutation) Krebs. Hierbei bildet die Krebsursprungszelle entweder eine neue Zelle, obwohl sie der Körper nicht benötigt oder die alten Zellen sterben nicht ab. Krebszellen schaffen sich eine eigene Blutversorgung und bilden Eiweißstoffe, die es ermöglichen, in umliegendes Gewebe einzudringen.

Diagnoseverfahren schaffen Klarheit

Wenn Du erste kleine Knötchen in der Brust oder in der Achselhöhle spürst, solltest Du sicherheitshalber Deinen Hausarzt oder Frauenarzt aufsuchen. Diese überweisen Dich gegebenenfalls zu einem Spezialisten. Mittels Mammografie (Röntgen der Brust), Ultraschall oder Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) können etwaige Tumore oder Geschwüre erkannt werden. Diese bildgebenden Verfahren tun nicht weh. Endgültige Klarheit, ob die Brustveränderung gut- oder bösartig ist, kann aber nur die histologische Untersuchung einer Gewebeprobe geben. Die Biopsie (Untersuchung von entnommenem Gewebe) erfolgt mithilfe einer Hohlnadel meistens mit Lokalanästhesie (örtliche Betäubung). Um die genaue Stelle für die Entnahme mit der Nadel zu ermitteln, wird die Position meist mittels Ultraschalles, Röntgen oder MRT kontrolliert. Anschließend untersuchen Pathologen die Gewebeproben im Labor unter einem Mikroskop. Dies kann drei bis vier Tage dauern. Meistens reichen minimal-invasive Verfahren aus – in seltenen Fällen muss der Arzt eine operative Biopsie durchführen. Es gibt zwei Arten von minimal-invasiven Verfahren:
Die Stanzbiopsie (Hochgeschwindigkeitstanze) ist heute die Standardmethode. Dabei „schießt“ der Arzt eine circa 1,5 Millimeter dicke Hohlnadel mittels Stanzgerät bei örtlicher Betäubung in die Brust.

Bei der Vakuumbiopsie können größere Gewebeproben entnommen werden. Dazu saugt der Arzt mit einer circa 3,5 Millimeter dicken Hohlnadel Gewebeproben an, die mit einem kleinen rotierenden Messer abgetrennt werden. Dies klingt schlimmer als es ist, aber keine Sorge, durch die örtliche Betäubung spürst Du die Nadel nicht!

Kosten der Untersuchung

Die Kosten für die fachspezifische Untersuchung der Brust übernimmt bei einer ärztlichen Überweisung die Krankenkasse. Bei besonderen bildgebenden Verfahren kann eine chefärztliche Bewilligung durch die Krankenkasse erforderlich sein.

Die ersten Schritte nach der Diagnose

Nach der Diagnose „Brustkrebs“ kannst Du entscheiden, in welches Spital Du zur Erstbehandlung gehen möchtest. Brustkrebsoperationen finden stationär in den speziellen chirurgischen oder gynäkologischen Abteilungen von Krankenhäusern oder in Brustzentren statt. Die Ärzte führen die anschließende Therapie teilweise stationär oder ambulant durch. Die klinische Behandlung beginnt gemeinsam mit Deinem Arzt mit der Planung der Operation zur Entfernung des Tumors. Dies ist die wichtigste Therapiemaßnahme. Ergänzende Behandlungen sind die Strahlentherapie und sofern notwendig eine medikamentöse Behandlung. So soll das Krebswachstum gestoppt und eine Ausbreitung im Körper verhindert werden. Die genaue Vorgehensweise wird dir Dein behandelnder Arzt erklären. Bei Brustkrebs arbeiten Ärzte aus verschiedenen Fachdisziplinen zusammen, um einen optimalen Behandlungserfolg zu erzielen: Chirurgen, Gynäkologen, Internisten, Onkologen, Radiologen, Pathologen, Nuklearmediziner sowie Strahlentherapeuten kümmern sich mit ihrem breiten Fachwissen um Dich und Deine baldige Genesung.

Die Begleitung durch den Hausarzt

Zusätzlich zur klinischen Brustkrebsbehandlung im Spital bieten einige praktische Ärzte die begleitende Betreuung von Krebspatienten an. Diese Hausärzte haben Grundkenntnisse der klinischen Onkologie und wurden von der Österreichischen Ärztekammer mit einem anerkannten Diplom ausgezeichnet. Die Begleitung durch den (oftmals vertrauten) Hausarzt verbessert Deine Lebensqualität, lindert Deine Nebenwirkungen der klinischen Krebstherapie, stärkt Dein Immunsystem und unterstützt Deine Rehabilitation.

Die Diagnose bedeutet nicht automatisch eine Brustamputation

Brustkrebs bedeutet heute nicht mehr zwangsläufig, dass Deine Brust abgenommen werden muss. Oft kann der Tumor durch eine Operation entfernt werden. Nur bei wenigen Patientinnen ist eine Brustentfernung (Mastektomie) notwendig. Wenn der Tumor zu groß ist, dieser an verschiedenen Stellen der Brust verstreut ist, die Brusthaut betroffen ist oder wenn eine Strahlentherapie nicht möglich ist (z.B. bei zu hohem Alter) oder auch auf Wunsch der Patientin nehmen die Ärzte die Brust ab. Sollte eine Brustabnahme bei Dir in Frage kommen, dann informiere Dich schon vor der Operation über eine mögliche Rekonstruktion der Brust, denn bereits beim Eingriff können Ärzte erste Maßnahmen zur Wiederherstellung treffen. Die neue Brust kann entweder mit Eigengewebe oder mit einem Silikonimplantat geformt werden.

Eine wichtige Sache noch: Nicht immer ist es notwendig auch die Brustwarze bei einer Brustamputation zu entfernen. Ob die Brust vollständig entfernt werden muss, weil bereits die Diagnose Brustkrebs gestellt wurde, oder aufgrund einer familiären Vorgeschichte “nur” prophylaktisch operiert wird, entscheidet darüber, ob die Brustwarze ebenfalls entfernt werden muss oder nicht.

Dr. Thomas Rappl und Dr. Simone May von der MARA – Medical Aesthetic Research Academy sowie die Brustdiagnostik Oswald veranstalten auch heuer wieder ein großes Charity-Event gegen Brust- und Prostatakrebs in Graz.  Dabei geht es um die Bewusstmachung der Wichtigkeit der Vorsorgeuntersuchung. Nur eine Früherkennung dieser am häufigsten auftretenden Tumorerkrankungen kann zur Verbesserung der Lebensqualität beziehungsweise auch Heilung beitragen. Der Erlös dieser Charity-Veranstaltung wird der Krebshilfe zur Verfügung gestellt werden. Die Veranstaltung selbst beinhaltet Expertengespräche umrahmt von einem tollen Musikprogramm. Louie Austen wird durch seine Performance für Swing und Schwung sorgen und der Veranstaltung einen perfekten Party-Charakter verleihen.

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