Laserbehandlung bei Narben? Ja, das geht! - MOOCI
Laserbehandlung bei Narben

So gut wie jeder Mensch hat auf seinem Körper zumindest eine Narbe. Manche sind kleiner, andere etwas größer. Zwar geht von ihnen keine Gefahr aus, allerdings kann es durchaus vorkommen, dass sich die Narbe an einer Stelle befindet, welche dadurch in ihrer Funktion beeinträchtigt wird. Eine Narbenkorrektur kann hier Abhilfe schaffen. Manche Betroffenen stören sich ebenfalls daran, wenn eine Narbe zu prägnant ist und sich eventuell nur schwer verdecken lässt. Wir haben Dir interessante Informationen zusammengestellt, wie die Laserbehandlung bei Narben hilft.

Was sind eigentlich Narben?

Dein Körper besitzt die wunderbare Fähigkeit, entstandene Hautdefekte selbstständig wieder zu schließen. Oberflächliche Verletzungen, die nur die oberste Hautschicht (Epidermis) betreffen, verheilen in der Regel narbenfrei. Bei tieferen Wunden ersetzt Dein Körper den entstandenen Gewebeschaden durch Narbengewebe. Je zügiger und unkomplizierter die Wundheilung verläuft, desto weniger Nachsorge braucht Deine Narbe. Die Narbe bleibt als Abschluss vom Wundheilungsprozess zurück und ist teilweise noch Jahre später sichtbar. Ob und welche Narbe entsteht, hängt von individuellen Faktoren ab: die Veranlagung, die Lokalisation der Verletzung, Druck, mangelnde Ruhigstellung, Infektionen, ungünstige Wundverbände, Lebensalter, Begleiterkrankungen wie Diabetes, Medikamente, die Ernährung und das Immunsystem spielen hier zusammen. Narben können für die Betroffenen unästhetisch und störend sein. Mit einer Lasertherapie kann man Narben aus kosmetischen Gründen und bei Hauterkrankungen behandeln.

Was ist eine Lasertherapie?

Bei der schmerzfreien und nebenwirkungsarmen Behandlungsmethode der Lasertherapie kommen energiereiche und gebündelte Lichtstrahlen zum Einsatz, die gezielt auf die Narbe wirken können. Der Begriff Laser bedeutet die „Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung“. Die Mediziner verändern je nach Einsatzgebiet die Wellenlänge und Intensität der Lichtstrahlen. Die Lasertherapie hat sich als Behandlungsmethode in der Kosmetik, in der Orthopädie, in der Dermatologie und in der Augenheilkunde bereits etabliert. In der Medizin unterscheiden sich die Laser nach ihrem Lasermedium, das die Energie weiterleitet und in der Stärke der abgegebenen Energie. Es gibt in der Lasertherapie folgende Laser:

 

  • Fraktionierter Laser – für kleine Fältchen
  • Fraktionierter CO2-Laser – für tiefere Hautschichten
  • Hochintensive Lasertherapie – einsetzbar in der Orthopädie
  • Low Level Lasertherapie – stimulieren den Stoffwechsel der Zellen

 

Während manche Laser die kleinen Äderchen in der Narbe verschließen, sodass diese nicht mehr so rot wirkt und dadurch nach und nach verblasst, tragen wiederum andere Laser das vernarbte Gewebe langsam ab. Anschließend bildet sich dort Schorf, welcher nach ein paar Wochen abfällt und die neu gebildete Haut zum Vorschein kommt. Zudem ist ein Vorteil der Laserbehandlung, dass dieser die Haut dazu anregt, neues Kollagen zu bilden.

Was muss ich vor und nach der Laserbehandlung beachten?

Vor der Therapie führt Dein behandelnder Arzt mit Dir ein Beratungsgespräch. Er klärt Dich über den Verlauf und die möglichen Komplikationen auf. Informiere Deinen Arzt über mögliche Herz- oder Lungenerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, andere Vorerkrankungen und über Deine Medikamente, falls Du welche nimmst. Die zu behandelnde Hautstelle darf keine Infektionen, Entzündungen oder Tattoos aufweisen. Nach der Lasertherapie ist keine spezielle Nachbehandlung nötig, jedoch solltest Du einige Dinge beachten. Am Behandlungstag solltest Du sportliche Aktivitäten besser vermeiden. Auch von Sonnenbädern und einem Solariumbesuch raten wir Dir ab. Versuche die Haut anfangs nicht unnötig zu reizen.

Für wen ist die Lasertherapie geeignet?

Die Lasertherapie ist vor allem für schmerzempfindliche und ängstliche Menschen empfehlenswert und daher auch für Kinder geeignet. Das Heilverfahren ist nahezu schmerzfrei und hat kaum Nebenwirkungen. Manche Patienten verspüren ein leichtes Kribbeln oder ein Wärmegefühl.

Sind die Narben danach komplett verschwunden?

Jede Person spricht individuell auf die Lasertherapie an. Die Ergebnisse hängen auch von den Narben und von der Ursache der Behandlung ab. Manchmal sind mehrere Sitzungen nötig, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Dieses kann dann bis zu einigen Jahren anhalten.

Wie viele Sitzungen sind notwendig?

Schon nach der ersten Sitzung kannst Du erste Ergebnisse sehen. Allerdings solltest Du Dich darauf einstellen, dass Du mehrere Behandlungen benötigst, bis die Narbe fast nicht mehr zu sehen oder sogar ganz verschwunden ist.

Welche Risiken und Komplikationen sind möglich?

Wie bei jeder medizinischen Behandlung sind Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen. Nach der Lasertherapie können Hautrötungen, Schwellungen oder auch Infektionen möglich sein. Auf Deiner Haut kann es auch zur Krustenbildung oder kleinen Blutungen kommen.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Die Kosten variieren stark für die Lasertherapie und sind vom Anwendungsgebiet, der Behandlungsdauer, der nötigen Sitzungen und der Größe des Hautareals abhängig. In der Regel kannst Du mit 250 Euro pro Sitzung rechnen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten üblicherweise nicht.

 

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