"Spot the Dot" - 8 Mythen über Hautkrebs!
„Spot the Dot“ – 8 Mythen über Hautkrebs!

Obwohl Hautkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen weltweit zählt, wird die Erkrankung trotzdem von vielen Menschen unterschätzt oder sogar als relativ harmlos eingestuft. Hautkrebs kann aus unterschiedlichen Gründen heraus entstehen und nicht nur durch ausgiebiges Sonnenbaden. Marije Kruis ist vor ein paar Jahren selbst an Hautkrebs erkrankt und hat sich aus diesem Grund intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Im Juli 2015 gründete sie den Verein „Spot the Dot“, der sich dafür einsetzt, das Thema „Hautkrebs“ ins Rampenlicht zu rücken und das Bewusstsein der Menschen dafür zu stärken, wie wichtig die ärztliche Vorsorge ist. Marije hat 8 der häufigsten Mythen über die Erkrankung zusammengetragen, mit welchen sie teilweise selbst konfrontiert wurde. Wir möchten sie Dir nicht vorenthalten!

1. Hautkrebs lässt sich ganz einfach mit einem Skalpell herausschneiden!

Erkennt Dein Arzt den Hautkrebs bereits in einem sehr frühen Stadium, dann kann es tatsächlich stimmen, dass es reicht „nur“ das Melanom zu entfernen. Je weiter die Erkrankung jedoch fortgeschritten ist, desto langwieriger wird die Behandlung ausfallen. Zudem ist jeder Mensch unterschiedlich, es kann also gut sein, dass es bei einer Person reicht, das Melanom operativ zu entfernen, während bei jemand anderem eine zusätzliche Therapie notwendig ist.

Marije: „Mein Arzt sagte nach der Diagnose zu mir: ‚Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass alles wieder gut wird. Vielleicht schon, aber ihr Leben wird nicht mehr dasselbe sein.‘ Es hat eine ganze Weile gebraucht, bis ich verstanden habe, wie wahr diese Aussage ist.“

2. Hautkrebs? Das bekommen doch nur Menschen, die sich viel der Sonne aussetzen!

Es ist wahr, dass durch häufiges und ausgiebiges Sonnenbaden das Risiko an Hautkrebs zu erkranken stark ansteigt, trotzdem ist das nicht die einzige Ursache. So kann eine genetische Veranlagung eine Rolle spielen, aber auch Infektionen oder der Kontakt mit Giftstoffen.

Marije: „Ironischerweise mochte ich es schon als Kind nicht, mich zu sonnen. Ich habe mich die meiste Zeit im Haus aufgehalten und war deswegen immer sehr blass. Meine Mutter meinte sogar, dass ich wirklich etwas Farbe gebrauchen könnte.“

3. Es ist ja nur Hautkrebs und nicht Brustkrebs!

Auch wenn sich Hautkrebs sehr gut heilen lässt, wenn er frühzeitig entdeckt wird, solltest Du ihn trotzdem ernst nehmen, denn es lässt sich nie komplett ausschließen, dass sich der Krebs nicht weiter ausbreitet.

Marije: „Viele aus meinem Familien- und Freundeskreis hatten immer den Gedanken im Kopf, dass es sich ja glücklicherweise „nur“ um Hautkrebs und damit um keinen wirklich gefährlichen Krebs handelt. Ich wollte ihnen allerdings zeigen, dass es wichtig ist, die Erkrankung ernst zu nehmen, denn es bestand eben auch eine 50-prozentige Chance, dass es nicht gut ausgeht.“

4. Hautkrebs sieht super eklig aus!

Vielleicht stellst Du Dir beim Gedanken an Hautkrebs ein riesiges Geschwür vor. Oftmals sind es jedoch kleine Leberflecke, die sich zu verändern beginnen und das über einen gewissen Zeitraum. Manchmal bemerkt man die Veränderung nicht einmal, deswegen ist die Vorsorge so wichtig!

Marije: „Die Bilder in den Informationsbroschüren sahen immer schlimm aus und ich dachte mir nur: ‚Wenn ich DAS auf meiner Haut wuchern sehe, dann suche ich natürlich sofort einen Arzt auf.‘ In Wirklichkeit ist es jedoch nicht immer so einfach, Hautkrebs zu erkennen.“

 

5. Menschen mit dunkler Haut können nicht an Hautkrebs erkranken!

Zwar sind Menschen mit sehr heller Haut etwas anfälliger, allerdings können genauso gut Personen mit einer dunkeln Haut an Hautkrebs erkranken. Niemand ist immun gegen Hautkrebs. Menschen jeder Hautfarbe können daran erkranken.

Marije: „Ein prominentes Beispiel, welches zeigt, dass Hautkrebs auch dunkle Hauttypen betreffen kann, ist der Musiker Bob Marley.“

6. Nur ältere Menschen erkranken an Hautkrebs!

In vielen Informationsbroschüren sieht man Bilder von älteren Personen, die an Hautkrebs erkrankt sind. Fakt ist jedoch, dass die Erkrankung recht häufig bei jungen Erwachsenen im Alter von 25-29 Jahren auftritt und sogar zu den zweithäufigsten Erkrankungen in der Altersgruppe der 15-29- Jährigen gehört.

Marije: „Hält man sich bereits in jungen Jahren schon sehr oft und viel in der Sonne auf, dann steigt das Risiko einer Hautkrebserkrankung im höheren Alter an, vor allem dann, wenn es zu schweren Sonnenbränden kam.“

7. Solarien erhöhen das Hautkrebsrisiko nicht!

Falsch! In Solarien treffen ebenfalls die schädlichen UV-Strahlen auf Deine Haut, teilweise sogar in verstärkter Form.

Marije: „Es gibt immer noch Menschen, die denken, dass Solarien eine sichere Bräunung versprechen, das ist allerdings nicht richtig. Sonnenstudios erhöhen das Hautkrebsrisiko.“

8. Über Hautkrebs zu sprechen ist nicht relevant!

Es ist absolut wichtig über Hautkrebs zu sprechen, denn nur durch genügend Aufmerksamkeit ist es möglich, die ersten Anzeichen der Erkrankung zu erkennen und somit schnell zu handeln. Zudem wird durch das Thematisieren der Erkrankung ein breites Bewusstsein dafür geschaffen, dass auch Hautkrebs eine ernst zu nehmende Krankheit ist und tödlich enden kann, wenn er nicht früh genug erkannt wird.

Marije: „Wir wollen mit Spot the Dot erreichen, dass sich die Menschen mehr mit dem Thema Hautkrebs beschäftigen.“

 

Du möchtest Spot the Dot unterstützen? Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten!

Auf der Website kannst Du Kunstdrucke oder anderen Merchandise kaufen, mit Spot the Dot zusammenarbeiten (vielleicht bist Du ja ein Künstler, der Interesse an einem gemeinsamen Projekt hat) oder eine kleine Spende hinterlassen.

Neben der finanziellen Unterstützung freut sich Spot the Dot aber auch darüber, wenn Du zur jährlichen Hautkrebsvorsorge gehst und mit Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten aktiv über Hautkrebs sprichst!

 

Hier findest Du die wichtigsten Links für Spot the Dot:

Website, Spot the Dot Shop, Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn,

 

Spot the Dot – Wir schaffen Bewusstsein für Hautkrebs:

Spot the Dot ist eine Non-profit-Organisation und wurde im Jahr 2015 von der Niederländerin Marije Kruis gegründet, nachdem sie selbst an Hautkrebs erkrankt war. Mit diesem besonderen Projekt soll auf die Erkrankung aufmerksam gemacht werden. Dazu arbeitet der Verein mit den unterschiedlichsten Künstlern aus aller Welt zusammen. Spot the Dot will es nämlich auf eine kreative Art und Weise schaffen, die Menschen dazu zu bringen, sich über Hautkrebserkrankungen auszutauschen.

In diesem Jahr reiste Spot the Dot mit der Kampagne „Rebel against Skin Cancer“ durch die verschiedensten Länder. Die Aufklärungskampagne gewann dieses Jahr bereits zwei Pharma Marketing Awards. Zu der Kampagne gehörten unter anderem Videos, in denen Rebellen gegen die Unwissenheit über Hautkrebs kämpfen. Die Filme waren Teil der „Melanoma Revealed“ Ausstellung, welche unter anderem in Barcelona stattfand. Ein weiterer Teil dieser Kampagne war ein Kunstwerk an einer 60 Meter langen Wand in Wien, welches von acht internationalen Künstlern gestaltet wurde.

Das neueste Projekt sind momentan die Spot the Dot-Socken. Diese wurden ebenfalls von Künstlern gestaltet. Der Erlös der Socken geht zu 100% an Organisationen, die sich dafür einsetzen das Thema Hautkrebs in den Vordergrund zu rücken und darüber aufklären.