Zucker, Alkohol & Medikamente – Unser tägliches Gift

Ein Marmeladebrot in der Früh, zwei Gläser Wein nach einem anstrengenden Arbeitstag oder eine Schmerztablette gegen das lästige Kopfweh. Vielleicht kommt Dir das auch bekannt vor, aber wie gesund ist so ein Verhalten überhaupt? Wir haben uns angesehen was zu viel Zucker, Alkohol und Medikamente im Körper eigentlich anrichten können und verraten Dir heute, wie schnell Du Deinen Körper mit einer ungesunden Lebensweise bereits Schaden zufügst.  

Viele Namen, aber was steckt dahinter?

Zucker kommt in vielen Formen: Am bekanntesten ist der weiße und oft gefärbte braune Kristallzucker, der zur Hälfte aus Fruktose und Glukose besteht. Aber auch Kohlenhydrate bestehen aus Stärke, was wiederum eine andere Form von Zucker ist. Sogar hinter den Bezeichnungen Saccharose, Fruktose, Glukosesirup, Dextrose, Süßmolkenpulver, Laktose, Maisstärke, und vielen anderen steckt Zucker. Da Zutatenlisten der Menge nach sortiert werden müssen und Zucker jedoch beim Konsumenten nicht so schnell ins Auge fallen soll, spalten Hersteller ihn oft auf mehrere Begriffe auf. Somit wird verhindert, dass Zucker an oberster Stelle der Zutatenliste steht. Wir nehmen also alle wesentlich mehr Zucker zu uns, als es uns oft bewusst ist.

Grundsätzlich ist Zucker, wie er in Früchten, Gemüse oder vollwertigen Lebensmitteln vorkommt wichtig und gesund. Der Zucker gelangt vom Darm oder auch der Leber in unser Blut. Kohlenhydrate und Co. werden aufgespalten und dann in Glucose umgewandelt. Sobald Zucker nach dem Verzehr ins Blut gelangt, schüttet die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin aus, das den Zucker anschließend auf alle Zellen verteilt, die daraus Energie gewinnen. Der Zucker wird zur Leber transportiert und dort für den späteren Gebrauch in Glykogen umgewandelt und gespeichert. Da wir aber vermehrt Zucker zu uns nehmen und Zucker heutzutage meistens ohne wichtige Bremsklötze wie Ballaststoffe, Vitamine oder Mineralien in Lebensmitteln vorhanden ist, gelangt er beim Verzehr zu schnell ins Blut, und die Bauchspeicheldrüse ist mit der Insulinproduktion überfordert. Dabei produziert sie oft sogar zu viel Insulin, was nach dem schnell erhöhten Blutzuckerspiegel, dem sogenannten Sugar Rush, dazu führt, dass der Spiegel anschließend in den Keller rasselt und man sich schlaff, antriebslos und müde fühlt. Zusätzlich lassen bei Unterzuckerung Konzentration und Leistungsfähigkeit nach, man ist gereizt und bekommt enormen Appetit.

Zu viel Zucker und  die damit vermehrte Insulinproduktion überfordert also schnell die Bauchspeicheldrüse und auch die Leber kann bei übermäßigem Kontakt mit Zucker überfetten, da sie nur mit der Speicherung und Umwandlung von Zucker beschäftigt ist und andere Funktionen vernachlässigt. Zusätzlich wirkt zu viel Zucker, und somit auch zu viel Insulin zu einem Insulinmangel im Gehirn, der in weiterer Folge zu Vergesslichkeit und schließlich Alzheimer, aber auch zu Depressionen führen kann, da der Körper bei übermäßigem Zuckerkonsum weniger Serotonin (das Glückshormon des Körpers) bilden kann.

Außerdem gerät auch das Hunger- und Sättigungssystem bei zu viel Zucker durcheinander. Der Körper wird anfälliger für Infektionskrankheiten, da sein Immunsystem nicht mehr fähig ist, vor Krankheiten zu schützen. In den schlimmsten Fällen kann das schlussendlich zu Krebs führen. Symptome wie die bereits erwähnte Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Depression, aber auch Auswirkungen wie Darmprobleme, Hautkrankheiten, Schlafstörungen und Konzentrationsschwächen können Begleiterscheinungen von zu viel Zucker sein.

Was kann ein Glas Wein im Körper anrichten?

Ein kleineres Blickfeld, schlechtere Konzentrationsfähigkeit, langsame und unkoordinierte Bewegungen und eine hohe Risikobereitschaft, diese Nebenwirkungen sind den meisten beim Alkoholkonsum wahrscheinlich bekannt. Doch Alkohol, beziehungsweise Ethanol, ist ein starkes Zellgift, das fast alle Körperzellen und Organe schädigen kann. Auf Dauer führt der Konsum von Alkohol zu einer Verringerung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit und richtet wesentlich größere Schäden an, als es auf den ersten Blick vermuten lässt.

Alkohol lässt den Blutdruck steigen und kann so in weiterer Folge zu Herzrhythmusstörungen und Herzrasen führen. Erreicht Alkohol das Gehirn verändert es die Informationsübertragung zwischen den Nervenzellen und lässt Neuronen sogar absterben. Die Kritikfähigkeit sinkt somit dauerhaft, die Konzentrationsfähigkeit schwindet und auch das Gedächtnis lässt nach – bei extremen Alkoholkonsum kann dies auf lange Zeit sogar zur Demenz führen. Greift Alkohol auch Nerven außerhalb des Gehirns an, kommt es zur Gangunsicherheit, Schmerzen in Beinen und unkontrollierbaren Muskelkrämpfen. Weiters schädigt Alkohol auch Schleimhäute von Mund, Kehlkopf, Rachen und Speiseröhre und vereinfacht so das Eindringen von krebserregenden Stoffen in das Gewebe.

Die Leber trägt die Hauptlast beim Abbau von Alkohol. Bereits 40 g Alkohol pro Tag, also ein Liter Bier oder ein halber Liter Wein, schädigen die Leber langfristig. Bei Frauen reicht sogar schon die Hälfte der Menge. Die Leber ist dadurch überlastet und vernachlässigt andere Aufgaben und Giftstoffe können weiterhin im Blut zirkulieren. Zusätzlich stauen sich im Organ Fettsäuren an und die Leber verfettet. Bei chronischem Alkoholkonsum beginnt Bindegewebe im Organ zu wuchern und es kommt schlussendlich zur Leberzirrhose. Eine Schrumpfleber bietet in weiterer Folge neben einem geschädigten Stoffwechsel und Hormonhaushalt den perfekten Nährboden für Leberkrebs. Doch auch eine durch erhöhten Alkoholkonsum chronisch entzündete Bauchspeicheldrüse kann zu Bauchspeicheldrüsenkrebs führen.

Die einzig positive Nachricht: Stoppt man den Alkoholkonsum rechtzeitig, können sich sowohl Gehirn als auch die Leber teilweise wieder erholen.

Heilung, aber nur mit Nebenwirkungen?

Auch bei Medikamenten gilt: Die Dosis macht das Gift. Medikamente sollen in erster Linie eines tun, Krankheiten heilen. Doch oft lindern Medikamente lediglich Symptome, allen voran Schmerzen. Am weitesten verbreitet sind entzündungshemmende Schmerzmittel wie Aspirin, Ibuprofen und Paracetamol. Natürlich sind diese in vielen Fällen oft notwendig, doch gerade Medikamente, die nicht rezeptpflichtig sind und für jeden leicht in der Apotheke erhältlich, werden schnell übermäßig eingenommen. Dabei kommen alle Schmerzmitteln neben ihrer entzündungshemmenden Wirkung, sowie der Senkung von Fieber auch mit erhöhten Risiken für Herzinfarkte und Magenblutungen. Zusätzlich behindern sie die Bildung von körpereigenen Schutzhormonen und Paracetamol wirkt auf Dauer sogar giftig für die Leber.

Diese Risiken gelten jedoch nicht nur für rezeptfreie Medikamente. Betrachtet man rezeptpflichtige Medikamente, erwartet einen oft eine schwindelerregende Liste von Nebenwirkungen, die auch ein Arzt nicht immer abschätzen kann. Doch in der Schulmedizin ist bekannt, dass es keine Wirksamkeit ohne Nebenwirkung gibt. Aufgrund von beschränkten Therapiemitteln, müssen sowohl Arzt als auch Patient das Risiko der Nebenwirkung eingehen, um die primäre Krankheit behandeln zu können. Es heißt also Leid oder Linderung, wobei eine Linderung immer mit gewissen Risiken verbunden ist. Die bekanntesten dieser Risiken oder Nebenwirkungen von Medikamenten sind Bluthochdruck, Benommenheit, Schwindel, chronische Müdigkeit, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Impotenz, Konzentrationsstörungen und Depressionen. Zusätzlich muss man auch oft mit Schäden an Leber und Nieren rechnen.

Wichtig ist also, Medikamente nur mit Vorsicht einzunehmen und unter keinen Umständen die vom Arzt vorgeschriebene Menge zu überschreiten. Für rezeptfreie Schmerzmittel gilt, generell nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als zehnmal im Monat einnehmen. So kannst Du Risiken wie dauerhafte Schäden oder auftretende Resistenzen gegen wichtige Medikamente wie Antibiotika geringhalten. Doch auch vor Operationen muss du gerade bei der Einnahmen von Alkohol und Medikamenten aufpassen, mehr dazu haben für Dich hier geteilt.

Alles wichtige über die schädlichen Auswirkungen von Zucker, Alkohol & Medikamenten haben wir jetzt noch einmal für Dich zusammengefasst:

  • Zucker kommt in vielen Formen vor und ist auch unter anderen Namen wie Dextrose, Laktose oder Maisstärke in Lebensmitteln vorhanden
  • Zu viel Zucker führt zu einer erhöhten Insulinproduktion und überfordert auf lange Sicht die Bauchspeicheldrüse und Leber
  • Neben zahlreichen anderen Nebenwirkungen kann Zucker auch Depressionen auslösen
  • Alkohol ist ein Zellgift und belastet vor allem die Leber
  • Für Medikamente gilt: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung
  • Vorsicht auch vor rezeptfreien Medikamenten, da sie bei übermäßiger Einnahme unter anderem auch Herzinfarkte auslösen können
 

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